Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Berlin. Mit 916 Abbildungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2004
Richtig spannend findet Dieter Bartetzko diesen vom Berliner Landesdenkmalamt herausgegeben Inventarband über Baudenkmäler in Mitte. Zum einen überrascht ihn die schiere Anzahl der Denkmäler in dieser Stadt, die "Bombenkrieg und zerstörerischen Wiederaufbau in Ost und West" überstanden haben, zum anderen fasziniert ihn, was diese Bauten über die Geschichte, die um sie herum passierte, zu erzählen haben: "Die Denkmale in Berlin-Mitte sind beharrliche Chimären ihrer selbst, mehrfach zerstört, wieder aufgebaut, umgestaltet, transloziert und mit Transplantationen von Spolien am Leben gehalten". Das führt dazu, dass man überall auf "zwischen den Epochen irrlichternde Bauten" stößt, wie der Rezensent an vielen Beispielen belegt. Er lobt den "Mut zur Stellungsnahme" der Verfasser, die als Vorbild für derartige Veröffentlichungen dienen sollte, denn es seiner Meinung nach "selten, dass ein Denkmalinventar seine Leser so fesselt, wie es dieser Band tut". Das liegt neben der gelungenen Aufmachung eben auch an der klaren Perspektive dieses Buches. Trotzdem steht für Bartetzko das "wichtigstes Ergebnis zwischen den Zeilen: dass Berlins Denkmäler, mehr als in jeder anderen Stadt, Konstrukte sind, Abbilder des Gewesenen, zusammengesetzt aus Original, Kopie und Nachschöpfung".
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