Seit Friedrich der Große Preußen in den Kreis der europäischen Großmächte geführt hatte, rangen das Habsburger Reich und der preußische Aufsteiger um die Vorherrschaft in Deutschland. Dabei hatte das dynamischere Preußen rasch Vorteile gegenüber der schwerfälligen Wiener Doppelmonarchie. Dieses mitunter dramatische Duell in der Mitte Europas zeichnet der Historiker Ulrich Schlie anhand von fünf biografischen Doppelporträts nach.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2014
Wenn der Historiker Ulrich Schlie seine psychologisch grundierten Doppelporträts von Maria Theresia und Friedrich II., von Metternich und Bismarck, Franz Joseph I. und Wilhelm II. sowie Hitler und Schuschnigg zeichnet, hat Lothar Höbelt schon seine Zweifel, ob das gut geht. Schließlich sind das alles historiografische Superstars. Offenbar gelingt dem Autor trotz einiger Schnitzer ein gut formuliertes Gesamtbild des europäischen Mächtesystems. Laut Schlie allerdings doch wiederum mit den alten medialen Vorgaben und Zwängen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.12.2013
Thema verschenkt!, schimpft Gustav Seibt angesichts von Ulrich Schieles Geschichte des preußisch-österreichischen Dualismus. Dass Schiele seine Darstellung mit dem Kampf Friedrichs des Großen gegen Maria Theresia beginnt, versteht Seibt noch gut. Wenn der Autor dann aber aus einem Strukturproblem (dem deutschen Dualismus) ein Duell von Individuen macht (Metternich-Bismarck etwa) und das tragische Problem ins Unernste kippt, vermutet Seibt ungute Verlagsvorgaben am Werk, die auf "Erzählung" beharren. Das Buch empfiehlt er allenfalls als Kaminplauderei.
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