Traudl Junge

Bis zur letzten Stunde

Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben
Cover: Bis zur letzten Stunde
Claassen Verlag, München 2002
ISBN 9783546003117
Gebunden, 271 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Unter Mitarbeit von Melissa Müller. Traudl Junge war 22 und träumte von einer Karriere als Tänzerin ? als sie die "Chance ihres Lebens" bekam: Adolf Hitler bat die junge Sekretärin zum Probediktat. Von 1942 bis zu Hitlers Tod war sie stets an seiner Seite, tippte seine Reden, seine Briefe und zuletzt sein "politisches Testament"... 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 11.03.2002

"Lesenswert" lautet das Urteil von Rezensent Roderich Reifenrath. Zwar liefert der Text aus den Jahren 1947/48 historisch nichts Neues, aber "authentisch" wirkt er, bemerkt Reifenrath angetan, und stellt Traudl Junges 'Versöhnungsversuch mit mir selbst' damit den zahlreichen, Jahrzehnte später verfassten Werken zu Hitlers letzten Jahren entgegen. Junge reflektiert nicht, sie schildert mit "einfachen stilistischen Mitteln" und sehr "dicht" die Banalität Hitlers Privatlebens, ihre Beobachtungen zu Eva Braun und Martin Bormann und die letzten Tage im Berliner Bunker, lobt der Rezensent. Für ihn bekommt das "Bekannte beklemmende Konturen". Und dass Junge trotz ihrer Position als Hitlers Sekretärin nichts gewusst oder geahnt hat von der systematischen Judenvernichtung, kann schließlich niemand wiederlegen, meint er und plädiert für "in dubio pro reo".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2002

Jochen Hieber ist von der "Authentizität" der Aufzeichnungen, die 1947 entstanden sind und erst jetzt veröffentlicht wurden, sehr eingenommen. Er lobt die Erinnerungen der Privatsekretärin Hitlers als absolut "glaubwürdig", was er nicht zuletzt der "Lakonie" ihres Stils zuschreibt. Nur dass Junge ausschließlich im Rückblick schreibt, und es keine authentischen Dokumente aus der Zeit ihrer Arbeit bei Hitler wie zum Beispiel Briefe gibt, die ihre damalige Geisteshaltung widerspiegeln, findet er ein bisschen schade. Die Herausgeberin Müller lobt der Rezensent nachdrücklich für ihre "klugen und kompetenten Anmerkungen" und ihre informative Einführung zur Person Junges.

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