Im Juni vor 50 Jahren prägten in vielen Orten der DDR sowjetische Panzer Straßen und Plätze. Acht Jahre nach Kriegsende trieben russische Soldaten und Angehörige der Kasernierten Volkspolizei mit Waffengewalt hunderttausende Demonstranten auseinander, die sich gegen die Politik des SED-Regimes empörten und politische Veränderungen erzwingen wollten. Torsten Diedrich schildert anhand vieler neuer Quellen die Ursachen, den Verlauf des Aufstandes und dessen Folgen. Den zentralen Platz nimmt das Versagen des Sicherheitsapparates der DDR und die Niederschlagung der Massenproteste durch die Besatzungsmacht, die getarnte Armee Ostdeutschlands, aber auch durch Polizei und MfS ein. Der Ausbau des inneren Sicherheitssystems des SED-Staates im Gefolge der Juni-Unruhen war der Ausdruck einer politisch nicht wandlungsfähigen Diktatur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.06.2003
Eine historische Analyse des 17. Juni legt der Historiker Torsten Diedrich mit seinem Buch vor. Die Rezensentin Dorothea Heintze beschränkt sich auf eine Inhaltsangabe des Werkes. Für Diedrich sei der 17. Juni eine "Zäsur im Jahr des Todes von Josef Stalin" gewesen. Die DDR-Regierung habe zu diesem Zeitpunkt "einen Kurswechsel vollzogen" und von da an "die Kontrolle über die Bevölkerung" durch Umstrukturierung des Machtapparates erhöht. Insofern sei der 17. Juni ein "historischer Punkt" gewesen, an denen "eine Diktatur die Chance zur inneren Wandlung nicht zu nutzen vermochte".
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