Man kann Brennstoffzellen für Autos mit Wasserstoff antreiben oder Minikraftwerke, die Wohnhäuser gleichzeitig mit Wärme und Strom versorgen. Bereits heute werden mit ihm Ariane-Raketen ins Weltall geschossen und in Zukunft könnte er in Düsenflugzeugen das Kerosin ersetzen. Seine günstigen Eigenschaften als Speichermedium prädestinieren den Wasserstoff zum klimaneutralen Energieträger der Zukunft. Doch statt diese Technologie mit Hochdruck voranzutreiben, werden weiterhin Pipelines für ?l und Gas gelegt und durchgiftiges Fracking noch das letzte Quäntchen ?l und Gas aus dem Bauch der Erde gepresst. Timm Kochs Analyse der Wasserstofftechnologie erklärt den neuesten Stand der Technik und liefert überzeugende Argumente, wie Wasserstoff zum Zukunftsretter werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2019
Susanne Preuß bedauert, dass Timm Koch bei der Behandlung seines Herzensthemas nicht die Ruhe bewahrt, sondern immer wieder polemisch gegen die Energielobby wettert. Das könnte potenzielle Leser abschrecken, befürchtet sie, und das wäre umso bedauerlicher, als Kochs Buch über das Wunder Wasserstoff eigentlich jede Menge Grundlagenwissen vermittelt, und zwar schlau und zugleich eingängig, wie Preuß findet. Dass der Autor als Philosoph und Filmemacher gar nicht vom Fach ist und das Thema von seinen persönlichen Erlebnissen her angeht, scheint der Rezensentin sogar reizvoll. Wenn der Autor sich mit Biochemikern und Unternehmern unterhält, die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Wasserstoffs diskutiert und seine Erkenntnisse im Reportagestil darbietet, ist Preuß ganz Ohr. Ein toller Überblick zum Thema, meint sie, jedoch eher unsystematisch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.08.2019
Rezensent Gerrit Stratmann lernt von Timm Koch alles über die klimafreundlichen Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung. Wenn überschüssige Windkraft zur Herstellung von Wasserstoff benutzt werden würde, könnten Autos damit fahren und als Abfallprodukt bliebe nur sauberes Wasser. Stratmann liest aber auch, dass diese Technologie seit zwanzig Jahren von den Stromkonzernen verschleppt würden und Autobauer lieber die hohen Subventionen für umweltschädliche Batterien kassierten. Beurteilen will Stratmann Kochs Ausführungen nicht, er nennt sie am Ende etwas lahm "lebendig und meinungsstark".
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