Thomas Schmitz

Integration in der Supranationalen Union

Das europäische Organisationsmodell einer prozesshaften geo-regionalen Integration und seine rechtlichen und staatstheoretischen Implikationen. Habil.
Cover: Integration in der Supranationalen Union
Nomos Verlag, Baden-Baden 2001
ISBN 9783789071034
Broschiert, 674 Seiten, 76,00 EUR

Klappentext

Was ist die Europäische Union? In welchem Verhältnis steht sie zu ihren Mitgliedstaaten? Dieses Werk untersucht diese und andere Grundlagenfragen der europäischen Integration aus staatstheoretischer, europarechtlicher und staatsrechtlicher Perspektive unter besonderer Berücksichtigung der völkerrechtlichen Zusammenhänge. Sie versteht die EU nicht als etwas Einzigartiges, sondern als ersten Vertreter einer neuen völkerrechtlichen Organisationsform, der Supranationalen Union: einer nicht-staatlichen aber staatsähnlichen Organisationsform des Überganges im Dreieck zwischen supranationaler Organisation, Staatenbund und Bundesstaat. Die Arbeit behandelt sowohl die rechtlichen als auch die staatstheoretischen Implikationen der Integration in dieser Organisationsform. Dabei stehen immer wieder die Schnittstellen der verschiedenen Sachgebiete im Vordergrund.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2002

Rezensent Stefan Fröhlich referiert die Thesen dieser "interessanten Studie" über Integrationsmöglichkeiten und -voraussetzungen der EU. Für den Autoren Thomas Schmitz ist die EU laut Fröhlich inzwischen eine "staatsähnliche Organisationsform", eine "Supranationale Union", die die Aufgabe hat, die Mitgliedsstaaten zu integrieren. Schmitz plädiere für eine EU-Verfassung. Die "Kulturen" müssten "zueinander passen", wenn sich die Bürger sowohl mit der EU als auch weiterhin mit ihrem Nationalstaat identifizieren sollen und darum sollte die EU-Verfassung unter anderem eine Klausel enthalten über "gemeinsame Grundwerte und Leitideen", gibt Fröhlich den Autoren wieder. Zwar hätte der Rezensent gern auch einen Blick auf die "mit der Verfassungsfrage eng verbundene Reformdiskussion über die Institutionen" riskiert, aber auch ohne diesen hält er die Studie für "gelungen".

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