Thomas Kaufmann

Der Bauernkrieg

Ein Medienereignis
Cover: Der Bauernkrieg
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2024
ISBN 9783451390289
Gebunden, 544 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Der Bauernkrieg bildet neben der Reformation die Schwelle zur Neuzeit. Anders als die Reformatoren aber können seine Protagonisten ihre teilweise modern klingenden Forderungen nicht durchsetzen. Die Erhebung der Bauern wird blutig niedergeschlagen.Der Bauernkrieg wurde immer auch ideologisch interpretiert - schon zeitgenössisch war er, so Thomas Kaufmann, vor allem ein Medienereignis. Durch umfassende Quellenstudien entlarvt Kaufmann ideologische Verzerrungen und präsentiert eine Neuinterpretation dieses bedeutenden Ereignisses.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2024

Rezensent Markus Friedrich rekapituliert, was er über den Deutschen Bauernkrieg von 1525 weiß. Der Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann hilft ihm dabei. Kaufmanns Mediengeschichte des Bauernkrieges fragt anstatt nach der Vorgeschichte der Ereignisse allerdings nach der Vorgeschichte der Deutungsmuster, so der Rezensent. Anhand von Flugschriften und anderen Texten zeigt der Autor den Wandel des Bauernbildes zu dem eines unzufriedenen Zeitgenossen. Der Krieg und zwar der Krieg als übergreifendes Medienereignis erscheint da als logische Folge, erläutert Friedrich den "eleganten" Gang von Kaufmanns Gedanken, die er für so überzeugend hält, dass sie einen neuen Interpretationsstandard abgeben, wie er glaubt.