Thomas Fröhlich geht in seiner Studie davon aus, dass die von ihm beispielhaft ausgewählten Intellektuellen der Republikzeit Chinas über keinen Begriff des Politischen verfügten. Mit seiner umfassenden Interpretation ihrer Auffassungen zu Staat, Politik und Kultur kennzeichnet er die bisherigen Zuordnungen chinesischer Denker zu Neo-Traditionalismus, Sino-Liberalismus oder Sino-Marxismus als äußerst fragwürdig und bietet damit einen völlig neuen Zugang zu deren Werk.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.08.2001
Den Ansatz des Sinologen Thomas Fröhlich, die Rezeption westlicher Ideen in das chinesische Staatsdenken "als Kette produktiver Missverständnisse" zu verstehen, findet der Rezensent mit dem Kürzel pap. offensichtlich interessant. Die Studie beschäftigt sich stark mit Quellen und konzentriert sich maßgeblich auf vier politische Intellektuelle (Ding Wenjiang, Zhang Junmai, Hu Shi und Chen Duxiu) während der Republikzeit. Vor allem die Analyse, woran "das 'expertokratische' Staatsdenken als Knäuel widersprüchlicher Konzepte" letztendlich scheiterte, findet der Rezensent ergiebig.
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