Karl Pilny

Das asiatische Jahrhundert

China und Japan auf dem Weg zur neuen Weltmacht
Cover: Das asiatische Jahrhundert
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783593376783
Gebunden, 340 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Die Beziehung der Wirtschaftsmächte China und Japan ist historisch spannungsreich und konfliktbeladen. Gemeinsam könnten sie jedoch zur neuen Supermacht des 21. Jahrhunderts aufsteigen, wie Karl H. Pilny darstellt. Schon jetzt boomt der Handel zwischen China und Japan in nie gekanntem Ausmaß. Werden wir das Entstehen einer asiatischen Großmacht erleben oder drohen schwelende Konflikte aufzubrechen, die weltweite Konsequenzen haben können? Karl H. Pilny versucht, die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Ostasien verständlich zu machen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.05.2005

Als "umsichtige Analyse und Prognose des ?asiatischen Jahrhundert?" lobt der LL. zeichnende Rezensent dieses Buch des Ostasienkenners und Spezialisten für internationales Wirtschaftsrecht Karl Pilny. Wie er berichtet, lässt der Autor keinen Zweifel daran, dass China künftig eine dominierende ökonomische, politische und militärische Rolle einnehmen werde. Die Gefahren, die von China ausgehen könnten, sehe Pilny balanciert durch die politische Multipolarität der Welt des 21. Jahrhunderts einerseits, die 5000-jährige Tradition Chinas und seine "Militär-unaffine" Gesellschaft anderseits. Diese Charakterisierung erscheint dem Rezensenten insofern brisant, als Pilny die Geschichte Japan zugleich als "Militär-affin", "zeitweise sogar militaristisch" kennzeichne. Er betont, dass Pilny letztlich deutlich größere Gefahren von Japan ausgehen sieht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2005

Angesichts des aktuellen Konflikts zwischen Japan und China diagnostiziert Rezensentin Karen Horn einen großen Bedarf an Hintergrundinformation. Hilfreich findet sie hier Karl Pilnys nun vorliegendes Buch über das Verhältnis der beiden Staaten. Bei der Lektüre werde rasch klar, so Horn, dass die jüngsten Spannungen anlässlich eines revisionistischen Schulbuches in Japan nicht überraschend gekommen sind. Als "überaus kenntnisreich" lobt sie die Ausführungen Plinys über den Streit um die Anerkennung der Schuld an den Massakern der Japaner an Chinesen. Sie hebt hervor, dass Pilny viel weiter in die Geschichte der beiden Länder zurückgreift, um ihr schwieriges Verhältnis verständlich zu machen. Zudem widme er sich ausführlich den aktuellen wirtschaftlichen Verflechtungen, Abhängigkeiten und tiefen Rivalitäten der beiden Staaten. Sie hält fest, dass sich nach Pilnys Ansicht beide Länder einander (noch) brauchen. "Würden Japan und China politisch so eng zusammenarbeiten, wie sie es wirtschaftlich schon tun", zitiert sie abschließend den Autor, "verschöben sich die Machtverhältnisse der Welt grundlegend."

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