Thomas Elsaesser

Metropolis

Der Filmklassiker von Fritz Lang
Cover: Metropolis
Europa Verlag, Hamburg 2001
ISBN 9783203841182
Gebunden, 112 Seiten, 12,53 EUR

Klappentext

Metropolis ist eine gigantische Stadt der Zukunft. Während die Reichen und Mächtigen in der Oberstadt in allem erdenklichen Luxus leben, hausen die Arbeiter in der lichtlosen ?Unterwelt? wie Sklaven. Doch eines Tages folgt Freder, der blonde Sohn des Herrschers über Menschen und Maschinen, seiner Geliebten Maria in die düsteren Katakomben, und das ungeahnte Elend dort läßt ihn Partei gegen seinen Vater ergreifen ... ?Metropolis? kostete 1925/26 sieben Millionen Reichsmark, die Drehzeit betrug 17 Monate, und die aufwendigen Trickeffekte, die Fritz Lang hier erstmals erprobte, stürzten die Ufa in eine schwere finanzielle Krise. Thomas Elsaesser ergründet in seiner Monografie die abenteuerliche Entstehung dieses frühen Meisterwerks des Science-Fiction-Films und beleuchtet eins der faszinierendsten Kapitel der deutschen Filmhistorie.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.03.2001

Frank Arnold bespricht in knapper Form mehrere Bücher, die sich mit Fritz Lang und seinen Filmen beschäftigen.
1.) Thomas Elsaesser: "Metropolis" (Europa)
Dieses Buch, das ausschließlich den Film "Metropolis" behandelt, lobt der Rezensent für seine "kompakte" Darstellung und den guten "Überblick" über die Forschungslage. Richtig spannend aber wird es seiner Meinung nach, wenn sich Elsaesser der "Modernität" des Films und seiner Rezeptionsgeschichte zuwendet.
2.) Enno Patalsas "Metropolis in/aus Trümmern" (Bertz)
An diesem Buch, das versucht, die Premierenfassung von Metropolis zu rekonstruieren, hebt der Rezensent besonders die "lesefreundliche" Gestaltung lobend hervor. Er erwähnt auch, dass es mit 200 Abbildungen "reich bebildert" ist und findet die Bezeichnung des Bandes durch die Herausgeber als "Versuch einer Beschreibung" allzu "bescheiden".
3.) Jacobsen/Sudendorf (Hrsg.): "Metropolis" (Edition Axel Menges)
Dieses Buch zum Film Metropolis sei zwar vor allem als Bildband konzipiert, doch auch der Aufsatz von Martin Koerber über die Restaurierung und Jacobsens bzw. Sudendorfs Auslassungen zu "Produktions- und Rezeptionsbedingungen" sowie zur Architektur des Films, sind nach Ansicht des Rezensenten sehr lesenswert. Lobend hebt er auch die Abbildungen hervor, wobei er es bedauerlich findet, dass nicht dazu geschrieben worden ist, ob es sich bei den Standfotos um erhaltene oder in der Endfassung eliminierte Filmszenen handelt.
4.) Aurich/Jacobsen/Schnauber (Hrsg.): "Fritz Lang" (Jovis)
Dieses Buch lobt Arnold als positives "Gegengewicht" zu den vielen Büchern, die sich lediglich mit dem Hauptwerk des Regisseurs befassen. Hier dokumentiere das Filmmuseum Berlin in Wort und Bild auch seine eigene Sammlung, so zum Beispiel Faksimiles von Langs Notizbuch. Ihm gefällt, dass das Buch eher "Fragen als Antworten" bietet und es statt letztgültiger Wahrheiten - beispielsweise über die Unterredung, die Lang 1933 mit Goebbels hatte - lieber das "Fragmentarische und Offene" präsentiert.
5.) Georges Sturm: "Die Circe, der Pfau und das Halbblut" (Wissenschaftl. Verlag Trier)
Dieser Band, der bei einem anderen Autor zur "reinen Materialsammlung" hätte geraten können, wie der Rezensent meint, preist er als "schlüssige Analyse" von Langs Entwicklung als Regisseur. Besonders erhellend findet er darin die Untersuchung von Langs "Selbstinszenierungen" und die Frage nach dem Anteil, den Thea von Harbou an den Filmen Langs gehabt haben könnte.
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