Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2003
Der Stern des Rene Descartes, der heute weithin als Begründer der Philosophie der Neuzeit angesehen wird, war im 18. Jahrhundert tief gesunken, allen offiziellen Lobgesängen zum Trotz. Dies demonstriert die Philosophiehistorikerin Tanja Thern an Texten von Diderot bis Voltaire, aber auch Theaterstücken, in denen Descartes immer wieder als "Wirbelmacher" und "Tiermechaniker" verspottet und vorgeführt wird. Philosophisch rangiert man ihn weit hinter Locke und Newton ein, Voltaire erklärt die Descartes-Lektüre gar für überflüssig, um 1770 ist der große Denker des 17. Jahrhunderts nurmehr eine "Spottfigur". Der Rezensent mit dem Kürzel "upj." lobt die Arbeit als "materialreich und durchaus verblüffend".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Das große Buch vom Gemüse Herausgegeben von Odette Teubner, Andreas Miessmer und Hans-Georg Levin. In diesem umfangreichem Band findet sich das Wichtigste über Gemüsearten, Anbaumethoden, Garmethoden… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…