Ottmar Ette

Anton Wilhelm Amo - Philosophieren ohne festen Wohnsitz

Eine Philosophie der Aufklärung zwischen Europa und Afrika
Cover: Anton Wilhelm Amo - Philosophieren ohne festen Wohnsitz
Kadmos Kulturverlag, Berlin 2020
ISBN 9783865994707
Gebunden, 172 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Anton Wilhelm Amo gehört zu den faszinierendsten Gestalten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Um 1700 an der damaligen afrikanischen 'Goldküste' geboren, als Sklave von Holländern an den Wolfenbütteler Hof verschenkt, mutierte er vom 'Hofmohren' und exotischen Ausstellungsstück zu einem brillanten Denker der Aufklärung. Als 'schwarzer Philosoph' an den Universitäten von Halle, Wittenberg und Jena legte er Werke vor, die von Johann Friedrich Blumenbach oder Henri Grégoire mit größter Hochachtung und von Immanuel Kant mit Schweigen bedacht wurden. Der Band versucht, die verschüttete Tradition eines Denkens zwischen Europa und Afrika sowie jenseits des Biografischen die Konturen eines Philosophierens ohne festen Wohnsitz freizulegen, das unseren Blick auf das 18. Jahrhundert verändert.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 21.09.2020

Martin Ahrends liest Ottmar Ettes Arbeit über den versklavten Ghanaer und späteren Philosophen von Halle, Wittenberg und Jena, Anton Wilhelm Amo, mit Gewinn. Auch wenn es sich um eine "innerakademische" Arbeit mit Anmerkungsapparat und Bibliografie handelt, lässt der Autor den Laien durch bildhafte Sprache an seinen Erkenntnissen teilhaben, versichert Ahrends. Das Interesse des Autors gilt dabei vor allem der Entwicklung der Figur vom "Versuchsobjekt" zum handelnden Subjekt der akademischen Frühaufklärung, erläutert der Rezensent. Wie der Autor diese anhand von Amos Texten nachvollzieht, scheint Ahrends lesenswert.

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