Anton Wilhelm Amo gehört zu den faszinierendsten Gestalten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Um 1700 an der damaligen afrikanischen 'Goldküste' geboren, als Sklave von Holländern an den Wolfenbütteler Hof verschenkt, mutierte er vom 'Hofmohren' und exotischen Ausstellungsstück zu einem brillanten Denker der Aufklärung. Als 'schwarzer Philosoph' an den Universitäten von Halle, Wittenberg und Jena legte er Werke vor, die von Johann Friedrich Blumenbach oder Henri Grégoire mit größter Hochachtung und von Immanuel Kant mit Schweigen bedacht wurden. Der Band versucht, die verschüttete Tradition eines Denkens zwischen Europa und Afrika sowie jenseits des Biografischen die Konturen eines Philosophierens ohne festen Wohnsitz freizulegen, das unseren Blick auf das 18. Jahrhundert verändert.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.09.2020
Martin Ahrends liest Ottmar Ettes Arbeit über den versklavten Ghanaer und späteren Philosophen von Halle, Wittenberg und Jena, Anton Wilhelm Amo, mit Gewinn. Auch wenn es sich um eine "innerakademische" Arbeit mit Anmerkungsapparat und Bibliografie handelt, lässt der Autor den Laien durch bildhafte Sprache an seinen Erkenntnissen teilhaben, versichert Ahrends. Das Interesse des Autors gilt dabei vor allem der Entwicklung der Figur vom "Versuchsobjekt" zum handelnden Subjekt der akademischen Frühaufklärung, erläutert der Rezensent. Wie der Autor diese anhand von Amos Texten nachvollzieht, scheint Ahrends lesenswert.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Maxim Biller: Schwarze Samstage Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…