Klappentext

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. "Ich sah den Ort vor mir, wie er wirklich war: tödlich; hergerichtet und feingeschliffen zur Vernichtung." Broken Harbour, eine windgepeitschte Geisterstadt voller Bauruinen nördlich von Dublin: In einem der wenigen bewohnten Häuser wird eine junge Familie aufgefunden - die Eltern brutal niedergestochen, die beiden kleinen Kinder erstickt. In den Wänden ihres hübsch eingerichteten Häuschens klaffen rätselhafte Löcher. Detective Mike Kennedy ist überzeugt, dass er den Fall lösen wird, schließlich arbeitet niemand in der Mordkommission so effektiv wie er. Doch Broken Harbour entpuppt sich als erbarmungsloser Abgrund, der auch ihn zu verschlingen droht ...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 03.11.2012

Der Kriminalliteratur als "schnellem Genre" erteilt Tana French eine klare Absage, jubelt Rezensentin Katharina Granzin, die sich mit Wonne in die über 700 Seiten dieses Wälzers versenkt hat. Gut gefällt der Rezensentin, wie die Autorin die Konsequenzen der Finanzkrise für Irland verdeutlicht. Und die Zügel ihrer Handlungsstränge habe French auch im Griff: Mit einigem Lesevergnügen folgt die Rezensentin einem aus verschiedenen Blickwinkeln - darunter die keineswegs verlässliche Ich-Perspektive eines irischen Ermittlers - geschilderten, komplexen Plot, der sich gegen alle Geschwindigkeitsauflagen des Genres die Zeit nimmt, die er braucht.