Aus dem Arabischen von Stefan Weidner. Taha Muhammad Ali, Israels berühmtester arabischer Dichter, schrieb auf Arabisch und auf Hebräisch. Nach nur vier Jahren Schulausbildung wurde er zum Autodidakt, nachts studierte er arabische und amerikanische Literatur und betrieb tagsüber einen Souvenirladen. Die historischen und persönlichen Reibungsflächen sind der Nährboden seiner Gedichte - Gedichte von rhythmischer Musikalität, verschmitztem Witz, voller Traurigkeit, immer direkt, von unergründlicher Tiefe und Schönheit. Erstmalig liegen nun die Gedichte des bedeutendsten arabischen Dichters aus Israel auf Deutsch vor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2013
Harald Hartung wendet den größten Teil seiner Besprechung dafür auf, den hierzulande noch kaum bekannten palästinensischen Dichter Taha Muhammad Ali (1931-2011) vorzustellen, der in Galiläa geboren wurde, als Jugendlicher mit seiner Familie in den Libanon floh und sich ab 1949 in Nazareth eine Existenz als Handwerker und autodidaktischer Dichter aufbaute. In seiner Dichtung entfernte sich Taha Muhammad Ali konsequent von den der in der arabischen Poesie herrschenden Dominanz des Gefühligen und entwickelte einen nüchternen, bildstarken Stil, der für die moderne arabische Lyrik prägend werden sollte, so der Rezensent. Ein besonderer Dank geht an den Übersetzer Stefan Weidner, den Hartung als "verdienstvollen Vermittler" würdigt.
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