Steven Levitsky, Daniel Ziblatt

Wie Demokratien sterben

Und was wir dagegen tun können
Cover: Wie Demokratien sterben
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2018
ISBN 9783421048103
Gebunden, 320 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt. Demokratien sterben mit einem Knall oder mit einem Wimmern. Der Knall, also das oft gewaltsame Ende einer Demokratie durch einen Putsch, einen Krieg oder eine Revolution, ist spektakulärer. Doch das Dahinsiechen einer Demokratie, das Sterben mit einem Wimmern, ist alltäglicher - und gefährlicher, weil die Bürger meist erst aufwachen, wenn es zu spät ist. Mit Blick auf die USA, Lateinamerika und Europa zeigen die beiden Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, woran wir erkennen, dass demokratische Institutionen und Prozesse ausgehöhlt werden. Und sie sagen, an welchen Punkten wir eingreifen können, um diese Entwicklung zu stoppen. Denn mit gezielter Gegenwehr lässt sich die Demokratie retten - auch vom Sterbebett.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.05.2018

Rezensent Lukas Leuzinger sieht in den Harvard-Professoren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt keine Spezialisten für US-Politik. Dennoch oder gerade deshalb gelingt den Autoren eine "breitere" Perspektive auf die Entwicklungen, meint er. Nach Seitenblicken auf weltweite Beispiele von Autokratie analysieren sie laut Leuzinger die amerikanische Politik und erkennen eine extreme Polarisierung und eine Erosion demokratischer Normen. Dass sie weniger die Institutionen als die politischen Eliten für diese Entwicklung verantwortlich machen, überrascht den Rezensenten. Erleichtert zeigt er sich über die Feststellung, die USA zeigten bisher keine Anzeichen dafür, auf dem Weg in eine Autokratie zu sein, auch wenn die politischen Akteure zunehmend dreckig agierten.
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