Steve Mumford, ein Maler aus New York, gewährt mit diesem Band einen Einblick in das Leben im besetzten Irak. Er hat dieses geschundene Land mehrmals in den Jahren 2003 und 2004 bereist und dabei stets den Zeichenstift zur Hand gehabt. In über 190 Bildern hat er seine Eindrücke festgehalten. Dabei zeigt er Künstler, Händler, Soldaten, Politiker, Journalisten und ganz normale Menschen, die auf ihre Art versuchen, ihr Leben im Irak zu meistern. Dieses Buch blickt hinter die Nachrichten, die wir täglich sehen und hören.
Eindrucksvoll findet Rezensentin Brigitte Werneburg das "Bagdad Journal" von Steve Mumford, der im Jahr 2003 das Leben in Bagdad in zahlreichen schwarzweißen, manchmal auch farbigen Aquarellen festhielt. Die vor Ort entstandenen Bilder des New Yorker Malers zeigen Szenen aus dem Alltag von Besetzern und Besetzten in einer vom Krieg gezeichneten Stadt. Sie vermitteln für Werneburg ein Gefühl für den Alltag im Irak, das einen die "Dramatik der täglichen, grausamen Nachrichtenbilder" erst wirklich begreifen lasse. Die Bilder und Mumfords kritische Notizen wertet sie als ein herausragendes Zeugnis Bagdads nach dem Ende des Regimes von Saddam Hussein: "Wenige Dokumente dürften seine aufklärerische Qualität erreichen", resümiert die Rezensentin, "die es dem subjektiven Charakter seiner Bilder und Notizen verdankt."
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