Stefan Heym

Flammender Frieden

Roman
Cover: Flammender Frieden
C. Bertelsmann Verlag, München 2021
ISBN 9783570104460
Gebunden, 480 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Algerien, Winter 1942: Die Welt steht in Flammen. Die Fronten der deutschen Wehrmacht bröckeln. Drei Nationen streiten um jeden Quadratmeter des nordafrikanischen Sandbodens: Die Amerikaner mit einem naiven Glauben an das Gute im Menschen, die deutsche Wehrmacht, ein verkommener Haufen, an dessen Spitze zynische Männer ihre Eigeninteressen verfolgen. Und die Franzosen, die dem Vichy-Regime nahestehen und als Kolonialherren um ihre Zukunft bangen. Heym inszeniert deren Zusammentreffen als Duell zwischen dem amerikanischen Geheimdienstoffizier Bert Wolff und Ludwig von Liszt, einem deutschen Stabsoffizier, der Wolff einst grausam gefoltert hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.11.2021

Rezensentin Cornelia Geißler freut sich über den nun erstmals auf Deutsch erschienenen Roman Stefan Heyms.Der Roman besteht Geißler zufolge aus starken Dialogen mit raffinierten Untertönen und spannenden Flucht- und Gefangennahme-Beschreibungen, doch die bezeichneten Orte und Kriegsschauplätze seien nicht plastisch genug, während der Blick auf das weibliche Objekt der Begierde aus heutiger Perspektive etwas altmodisch wirkt. Die Rezensentin ist sich aber sicher, dass dem Autor die Mängel des Buches durchaus bewusst waren und sie mithin der Grund für diese späte Veröffentlichung der deutschen Version, übersetzt vom "äußerst versierten" Bernhard Robben, sind, doch das mindert keinesfalls ihre Freude über diese Entdeckung.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 03.11.2021

Rezensent Jörg Magenau bekommt mit diesem spät übersetzen Kriegsroman von Stefan Heym zwar keine Analyse des Faschismus, aber als Agententhriller, der auch die Kolportage nicht scheut, kann ihn das Buch durchaus unterhalten. Mal wie James Bond, mal wie "Casablanca" kommt Magenau die Winter 1942 zwischen amerikanischen, französischen und deutschen Militärs in Algerien spielende actionreiche Handlung vor. Spannend ist das allemal, meint Magenau, auch wenn die Schurken und die Helden des Intrigenspiels sehr klischeehaft wirken und die Einsichten der Figuren begrenzt bleiben.