Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz, Jens Hagestedt, Henning Dedekind und Heide Lutosch. Mordanschläge, die dem israelischen Geheimdienst Mossad zugeschrieben werden, sorgen immer wieder für Aufsehen. Doch über die Hintergründe dieser Aktionen war bislang kaum etwas bekannt. In seinem Enthüllungsbuch deckt der israelische Geheimdienstexperte Ronen Bergman nun erstmals die ganze Dimension eines Schattenkriegs auf, der seit Jahrzehnten im Geheimen ausgetragen wird. Er beschreibt die Erfolge und Misserfolge der zum Teil unbekannten Attentate, benennt Opfer, Täter und Verantwortliche und fragt, welchen Preis Staat und Gesellschaft in Israel für ihre Sicherheit bezahlen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.02.2018
Willi Winkler ärgert sich sehr über dieses Buch. Denn auch wenn die Aufmachung anderes suggeriere, istRonen Bergmans "Schattenkrieg" für ihn eine völlig unkritische Verherrlichung des Mossads: Kein Geheimdienst hat so üble Feinde und so clevere Agenten, scheint ihm der Autor zu vermitteln. Dabei hinterfrage Bergman nicht Israels jahrzehntelange Politik der gezielten Tötungen nicht, schimpft Winkler, sondern ergötzt sich ein seiner detaillierten Nacherzählung daran. Völlig kritiklos und ohne sie zu prüfen übernehme Bergman selbst abstruse Behauptungen von seinen Quellen, meist aus dem Mossad selbst. Dass der Spiegel dem Buch seine Signatur liefert, kann Winkler nicht verstehen, die Hamburger Dokumentation hätte keinem Autor eine solche Ansammlung von Halbwahrheiten durchgehen lassen. Das schlechte Deutsch und die bescheidene Intellektualität tun ihr Übriges, um Winkler gegen dieses Buch aufzubringen.
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