Aus dem Amerikanischen von Christiane Bergfeld, Susanne Kuhlmann-Krieg, Sigrid Langhaeuser und Tina Langhaeuser. Am 5. September 1972 nehmen die "heiteren Spiele" von München ein abruptes Ende, als ein Kommando des PLO-Ablegers Schwarzer September das Quartier der israelischen Sportler überfällt, zwei von ihnen gleich tötet und neun Geiseln nimmt, um im Zentrum der denkbar größtmöglichen Öffentlichkeit auf den palästinensischen Kampf aufmerksam zu machen. 24 Stunden später sind die Geiseln tot, mit ihnen fünf der acht Attentäter und ein deutscher Polizist. Die drei überlebenden Palästinenser werden Ende 1972 freigepresst. Als Reaktion auf das Blutbad beauftragt die israelische Premierministerin Golda Meir die israelischen Geheimdienste, allen voran den Mossad, mit der Operation Caesarea: Beteiligte und Verantwortliche des Anschlags sollen aufgespürt und getötet werden - aus Gründen nicht nur der Vergeltung, sondern auch der Abschreckung. Aaron Klein konnte für dieses Buch mit zahlreichen Mitarbeitern des Mossad und anderer israelischer Organisationen sowie mit hochrangigen palästinensischen Offiziellen sprechen, die sich erstmals einem Außenstehenden gegenüber äußerten. So entstand ein neues Bild der sich bis in die neunziger Jahre hinziehenden Aktionen des Mossad, die von einigen Mythen umgeben sind. Anders als bislang bekannt, fielen etwa keineswegs alle wirklich Verantwortlichen und Beteiligten den Mordanschlägen der Israelis zum Opfer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2006
Passabel erscheint Majid Sattar dieses Buch über die Verfolgung der Attentäter von München durch den Mossad, das der Journalist Aaron Klein vorgelegt hat. Die Stärke des Buchs sieht er in der Beleuchtung von Hintergründen und Widersprüchen dieser Jahrzehnte dauernden Operation. Er hebt Kleins kritische Einschätzung der Jagd des Mossads auf die Verantwortlichen hervor. Schließlich habe sich der Geheimdienst mit Zielpersonen auf der unteren Ebene begnügt, die zumeist keine unmittelbare Beziehung zum Münchner Attentat hatten. Bedauerlich findet Sattar, dass Klein bei seiner meist faktenorientierten Darstellung nicht ganz auf fiktionale Elemente verzichtet. Manches schildert er für seinen Geschmack "allzu plastisch". Das und die bisweilen nicht eben geschmeidige Übersetzung aus dem Amerikanischen haben für Sattar die Freude an der Lektüre eingeschränkt.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…