Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern steht seit Jahrzehnten im Fokus der Weltöffentlichkeit. Die Autoren zeichnen anschaulich seine Geschichte nach und erläutern die unterschiedlichen Sichtweisen der Konfliktparteien. Sie beschreiben die wichtigsten Streitpunkte - von der Kontrolle über Jerusalem über den Zugang zu Wasser bis zum Grenzverlauf - und erklären, warum die aktuellen innen- und außenpolitischen Konstellationen den Krisenherd nicht zur Ruhe kommen lassen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.01.2017
Rene Wildangel ist nicht überrascht von dem Fazit, mit dem Muriel Asseburg und Jan Busse ihre laut Rezensent angenehm sachliche Übersicht über den Nahostkonflikt beenden: Ein Ende des Konflikts irgendwo zwischen Ein- und Zweistaatenlösung ist nicht in Sicht. Insgesamt aber haben die Autoren laut Wildangel gute Arbeit geleistet, haben auf engem Raum die Stationen des Konflikts und des Friedensprozesses nachgezeichnet und eine aktuelle Standortbestimmung unter Einbezug der jüngsten dramatischen Entwicklungen vorgenommen. Auch wenn die historische Vielschichtigkeit im Konflikt zwischen Zionismus und arabischer Nationalbewegung nicht in ihrer ganzen Tiefe ausgeleuchtet wird, über die israelische Besatzung sowie die unterschiedlichen Diskurse und Narrative fühlt sich der Rezensent differenziert informiert.
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