Ricky Burdett (Hg.), Deyan Sudjic (Hg.)

The Endless City

Phaidon Verlag, Berlin 2008
ISBN 9780714848204
Gebunden, 512 Seiten, 59,95 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Ricky Burdett und Deyan Sudjic. Burdett and Sudjic offer an unparalleled study of the growth of six of the worlds international cities - New York, Shanghai, London, Mexico City, Johannesburg, and Berlin - exploring key structural, social, and economic factors.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 30.07.2008

Sehr informativ findet Robert Kaltenbrunner "The Endless City", eine Studie herausgegeben von Ricky Burdett und Deyan Sudjic, über das Phänomen "Stadt" im Zeitalter der Weltgesellschaft. Er lobt Bilder- und Materialienreichtum der Untersuchung, die ausgehend von spezifischen Befunden über die Metropolen New York, Shanghai, London, Mexiko, Johannesburg und Berlin (!) erklärt, was die moderne Stadt heute kennzeichnet. Dazu bedürfe es zunächst eines neuen Vokabulars, weiß der Rezensent. Städtische Agglomerationen der Megacitys seien nicht länger unter dem Schlagwort "Urbanität" zu fassen, sondern werden nun mit dem Begriff der "Cityness" beschrieben. Aufgrund der Tatsache, dass Metropolen in der Regel als "Krankenhaus der Nation" fungierten, werde die globale zu einer dualen Stadt, fragmentiert und polarisiert durch die Elite des Landes und mittellose Zugezogene, referiert Kaltenbrunner weiter. Geprägt durch das Diktat des Konsums, böten die "endlosen Städte" zwar nicht notwendigerweise gute Lebensbedingungen, seien jedoch ein wichtiger Indikator für gegenwärtige Kontroversen, befindet der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2008

Die Zahlen, die Fakten sind eindeutig und prangen als 10, als 50, als 75 Prozent auf dem Cover des Buches. Es geht um Verstädterung, weltweit, und dabei um die Differenzen zwischen den Städten, die endlos, wie es scheint, sich ausbreiten. 2050, so die Prognose, werden drei Viertel der Menschen in Städten leben. Untersucht werden "New York, Schanghai, London, Mexiko-Stadt, Johannesburg und Berlin". Überzeugend sind die Daten, Zahlen und Fakten nach Ansicht der Rezensentin Gabriele Detterer aufbereitet. "Figurative Piktogramme" machen vieles so klar wie deutlich und übersichtlich. Man erfährt etwas über die "Flugrouten" von heute und Infrastrukturen im allgemeinen. Was hier vorliegt, ist ein "Prachtband", so Detterer. Fortsetzung folgt: Mumbai, Sao Paolo, Istanbul.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.03.2008

Brigitte Werneburg bekundet Zufriedenheit mit diesem Band, der Beiträge zur gegenwärtigen Entwicklung von sechs Metropolen liefert. Begeistert hat sie die optische Gestaltung des Bands aufgenommen. Die erstaunlichen Montagen von Statistiken, Daten und Zahlen verdeutlichen für sie, dass man über die Zukunft der Städte nur jenseits der ausgetretenen Pfade sinnvoll nachdenken könne. Demgegenüber erscheinen ihr die Beiträge von internationalen Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Soziologie, Architektur, Ingenieurswissenschaften und Politik zwar "solide", aber deutlich weniger originell. Die Stärke des Bands sieht sie in den klassischen Bereichen der Urbanitätsforschung wie Arbeit, Wohnen, öffentlicher Verkehr oder öffentliche Versorgung. Neue und überraschende Blickwinkel vermisst sie dagegen ein wenig.