Schon 1970 revoltierte Lech Walesa gegen die unwürdigen Lebensbedingungen im sozialistischen Polen. 1980 stand er an der Spitze des Streiks, der zur Gründung der freien Gewerkschaft Solidarität führte. Im Dezember 1981 wurde er interniert. Im Frühjahr 1989 gelang es der Solidarität am Runden Tisch, den Systemwechsel in Polen und damit den epochalen Umbruch im gesamten Ostblock einzuleiten. Im Jahr 1990 bestimmte ihn die Mehrheit der Polen zum ersten frei gewählten Staatspräsidenten der nachsozialistischen Ära.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.08.2010
Diesen Lech Walesa nimmt Heiko Flottau dem Autor ab. Dass der langjährige Polen-Korrespondent Reinhold Vetter "seinen" Walesa vor Heckenschützen in Schutz nimmt und für seine Rolle beim Sturz des Kommunismus hoch schätzt, findet Flottau in Ordnung. Vetters Ergebnisse bei der Untersuchung von Walesas angeblicher Geheimdienstvergangenheit ("ein klares Nein") akzeptiert er. Laut Flottau entsteht durch die Nachzeichnung des politischen Lebensweges des polnischen Helden Walesa ein quellensattes, erstklassiges Zeitdokument und eine Chronologie der Ereignisse, die zum Ende des Kommunismus führten.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…