Aus dem amerikanischen Englisch von Bettina Münch, Kathrin Razum und Kirsten Riesselmann. Die amerikanische Denkerin Rebecca Solnit versammelt rund 20 Essays, in denen wir drei pulsierende amerikanische Metropolen aus originellen Perspektiven neu erleben: New York, San Francisco und New Orleans. Die Texte, verfasst von Linguisten, Ethnologen, Musikwissenschaftlern sowie wahren Szene-Insidern erzählen kenntnisreich und spannend von dem faszinierenden kulturellen Reichtum der drei Metropolen von damals bis heute und zeigen, was den Reiz der Großstadt ausmacht.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.01.2020
Rezensentin Eva Hepper kann den Essay-Band "Nonstop-Metropolis" kaum genug loben. Dass sich die AutorInnen darin vor allem den vernachlässigten Aspekten urbanen Zusammenlebens und urbaner Geschichte widmen, sei nur logisch. Schließlich wurde der Band von Rebecca Solnit herausgegeben, die nicht nur eine begnadete Essayistin ist, sondern auch politische Aktivistin und Feministin. So schreibt sie in ihrem eigenen Beitrag beispielsweise über wilde Tiere in New York und holt damit für Hepper wie gewohnt das wenig Beachtete ans Licht. Genial, überraschend und aufschlussreich findet die Rezensentin auch Joshua Jelly-Schapiros historische Analyse der Stadt New York als "Käufliche Hauptstadt" oder Shirley Thompsons Essay über Zucker und Öl in New Orleans. Ihre einzige Kritik richtet sich gegen den Deutschen Verlag, der die in der Originalausgabe vorhandenen Stadtkarten nicht übernommen hat und auch keinerlei biografische Angabe zu den AutorInnen anbietet. Die Texte selbst jedoch bilden ein faszinierendes, vielstimmiges, facettenreiches, interdisziplinäres Konglomerat und gehören für Hepper zum "Besten, was das Genre zu bieten hat".
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