Radek Knapp

Der Mann, der Luft zum Frühstück aß

Erzählung
Cover: Der Mann, der Luft zum Frühstück aß
Deuticke Verlag, Wien 2017
ISBN 9783552063365
Gebunden, 128 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Radek Knapp erzählt von der unfreiwilligen Emigration des zwölfjährigen Walerian von Polen nach Wien. Seine Schulkarriere ist kurz und endet mit seinem Hinauswurf. Als ihn seine Mutter ebenfalls auf die Straße setzt, kostet er in seiner neuen Bleibe das Gefühl der Freiheit aus - und die Bekanntschaft mit Schimmelpilz. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und dringt in immer tiefere Schichten des Wiener Lebens vor. Dort stößt er auf wenig Sympathie für Menschen von jenseits der Grenze und lernt einiges über die Grenzen des guten Geschmacks und der Legalität. Irgendwann versteht er, dass "zuhause" überall sein kann - wenn es ihm gelingt, seinen eigenen Weg zu finden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.03.2017

Rezensent Christoph Schröder kritisiert Radek Knapps Erzählung als unentschlossen, zotenhaft und oberflächlich. Die autobiografische Schelmengeschichte des Jungen Walerian, der mit zwölf aus Warschau nach Wien kommt und die deutsche Sprache, gesellschaftliche Strukturen und Rituale erst erlernen muss, scheint Schröder bis auf einzelne Passagen, in denen der Held kluge Alltagsarchäologie über Arme und Reuche betreibt, eher problematisch. Der Schwenk von allzu humorvoller Plauderei zum Gefühl der Verlorenheit des Heimatlosen geschieht für Schröder allzu abrupt auf zu engem Raum.
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