Was verbindet Psychoanalyse, Gustav Mahler und einen Rauhaardackel? Der Kriminalbeamte Georg Federer verbringt die Zeit lieber auf der Couch seines Psychoanalytikers als im Büro. Doch ausgerechnet sein Analytiker wird ermordet...
Ein Polizist, dem sein Analytiker unter der Couch weggemordet wird. Psychoanalytiker, die einander nicht grün sind. Das alles in Wien. Die Klischees feiern fröhliche Urständ. Bedauert der Rezensent Kolja Mensing, der zudem kummervoll konstatieren muss, dass dieser Krimi zu allem Überfluss "außerordentlich schlecht geschrieben" ist, die von ihm zum Beweis angeführten Stellen (ein Körper etwa, der beim Sex "angespannt vibriert") sind überzeugend. Viel mehr hat der Rezensent nicht zu sagen, in der Überleitung zu einem anderen Buch bringt er allerdings noch flugs die These unter, dass die Psychoanalyse und überhaupt aller psychologische ebenso wie der Profiler-Kram ausgedient haben, weil jetzt die Neurologie und Hirnforschung im Kommen sind. War das schlechte Buch doch noch für einen wichtigen Hinweis gut.
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