Der letzte Frühsommer unseres Jahrtausends lastet bleiern auf Wien, als eine Reihe bizarrer Schwerverbrechen das Wiener Sicherheitsbüro aus seiner Lethargie reißt. Kommissarin Mimi Sommer ahnt bald, dass diesen Taten mit herkömmlicher Polizeiarbeit nicht beizukommen ist. Und so findet sie sich in einem aufgelassenen, von einer Armee von Tauben bewohnten Bahnhof östlich von Wien wieder, dem Refugium des letzten praktizierenden Exorzisten Österreichs.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2000
Hat sich der Rezensent amüsiert? Hans Christian Kosler mag es nicht zugeben. Er schätzt den Autor, lobt seine "wohltuend kurzen, meistens pointierten" Sätze, in denen der schwarze Humor durchklinge, wie ihn "von H. C. Artmann bis Qualtinger" jeden gute Wiener Autor auszeichnet. Aber das Sujet! Kurz berockte Blondine beißt Radio-DJ vor einer Würstelbude in die Brustwarze - mit vampirischen Folgen. Ungeheuerlich und haarsträubend! Dass der Autor seine Leser unbedingt unterhalten möchte, hat der Rezensent "gemerkt". Nur beim nächsten Mal, da sollte Molden vielleicht doch einen Stoff finden, der "seinen beträchtlichen schriftstellerischen Fähigkeiten gerecht wird".
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