Aus dem Französischen von Ilona Seidel. Für die in Zagreb und Belgrad aufgewachsene Philosophin ist mit dem Zerfall Jugoslawiens vor 10 Jahren eine Kultur untergegangen, versunken wie die der Mayas oder der Osterinseln. Die Bevölkerung überlebt (wenn sie im rechten Moment genügend Glück hatte) - im alten Kulturraum oder wie die Autorin im Exil -, aber ihre Kultur ist schon heute nur mehr ein Objekt für Historiker, Archäologen, Ethnologen...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.11.2001
Der Rezensent I.R. findet in seiner knappen Kritik die Befunde der Zagreber Philosophin, die sich in ihrem Buch mit den Gründen und den Folgen des Jugoslawienkrieges befasst, zwar "ergiebig", aber "ziemlich deprimierend". Die Autorin lasse "für die Zukunft wenig Gutes hoffen", so der Rezensent, der in dieser Analyse des Balkans auch auf das gesamte Europa und die noch zu erwartenden Konflikte verwiesen sieht.
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