Verfolgt man die Genealogie des Staates zurück, stellt man fest, dass es nie ein übereinstimmendes Konzept gab, worauf sich der Begriff Staat bezog. Quentin Skinner, einer der renommiertesten Forscher auf dem Feld der politischen Denkmuster, entwickelt im Anschluss an Kantorowicz' vielzitierte Ausführungen zu den "zwei Körpern des Königs" eine intellektuelle Genealogie des Staates, beginnend in der Antike und endend in einem normativen Entwurf.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.04.2013
Die Frage nach dem "Wir" im Staat sieht der Rezensent leider nicht restlos geklärt nach seiner Lektüre von Quentin Skinners ideengeschichtlicher Studie. Ebenso, was es mit den drei Körpern des Staates auf sich hat. Wenn der britische Historiker anglophone Debatten aufnimmt, um die Entwicklung des Staates seit der frühen Neuzeit nachzuzeichnen, mit der Urszene aus Hobbes "Leviathan" als gedanklichem Zentrum, fühlt sich Uwe Justus Wenzel indes gut beraten und geleitet. Und stets nah genug dran an den philosophischen, politischen und juristischen Quellentexten über die jeweils explizierte Staatsauffassung.
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