Es gibt Reisen, die man unternimmt, um Bilder einzuholen, die man längst im Kopf hat. Und es gibt solche, die zu Entdeckungsreisen werden: Fahrten in die Gegend, die nicht gestaltet, überformt sind, die unscheinbar wirken, zentrumslos. Vier solcher Fahrten haben Peter Waterhouse in den letzten Jahren nach Südkärnten, Friaul, Slowenien geführt. Und dort findet er die "träumerischen Stellen" der Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.07.2001
Peter Waterhouse hat die Nachkommen von Shakespeares Protagonisten aufgesucht, sie durch Kärnten, das Friaul und durch Slowenien begleitet und einen elegischen Gedichtroman geschrieben, berichtet Guido Graf. Als "Sprachspaziergänger", der geradezu beiläufig drei Zeilen je Seite verfasst hat, die alles auch in tiefster Dunkelheit erleuchten, habe der Dichter äußerst behutsam Landschaften kartografiert und auf eine für den Rezensenten längst verloren geglaubte Einheit von Dichtung und Lebenspraxis verwiesen.
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