Peter Esterhazy

Bauchspeicheldrüsentagebuch

Cover: Bauchspeicheldrüsentagebuch
Hanser Berlin, Berlin 2017
ISBN 9783446255449
Gebunden, 240 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Ungarischen von György Buda. Péter Esterházys letztes Buch. Es ist das Tagebuch seiner Krankheit, in dem er seiner Erkrankung begegnet, wie er Gott und der Welt und dem Leben immer begegnet ist: aufrichtig und neugierig, spielend, voll Geist und Witz und Liebe zum Leben. Und mit dem Stift in der Hand: schreibend. Doch was ist, wenn sich der eigene Körper auf einmal gegen das Schreiben wendet? Wie hält der Schriftsteller, dessen Werk auf die Unentwirrbarkeit von Wirklichkeit und Dichtung aufbaut, seine Tage fest? Was passiert mit der "ontologischen Heiterkeit", wenn die tödliche Krankheit zur täglichen Übung wird? Kann der Bauchspeicheldrüsenkrebs als Liebesgeschichte beschrieben werden? Keine einfache Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2017

Lothar Müller spürt beim Lesen immer das Unbehagen des Autors Péter Esterházy an der Form und dem Zwang zum Realismus, dem ihm die Krebskrankheit aufbürdet. Wie die Bauchspeicheldrüse des Autors zur Hauptfigur wird und aus Esterházys Unwillen große Literatur entsteht, verfolgt Müller mit Spannung und Bestürzung zugleich. Frivol gar wird der Autor im Umgang mit seinem Leiden, stellt Müller fest. Aber auch das Werk des Autors geht in das Tagebuch mit ein, meint er, und die Lektüren, Harold Brodkeys "Geschichte meines Todes" vor allem, an dessen Seite dieses Buch laut Rezensent brüderlich steht.
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