Peter Eisenberg

Das Fremdwort im Deutschen

Cover: Das Fremdwort im Deutschen
Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783110235647
Gebunden, 440 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Welche Fremdwörter gibt es im heutigen Deutsch, wo kommen sie her und wie verhalten sie sich innerhalb des Gesamtwortschatzes unserer Sprache? Mit diesem Buch wird zum ersten Mal ein wichtiger, vielseitiger und seit Jahrhunderten wachsender Teil des deutschen Wortschatzes systematisch und trotzdem verständlich beschrieben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2012

Intensiv und sehr einverstanden setzt sich Horst Haider Munske, emeritierter Germanist und Sprachwissenschaftler, mit Peter Eisenbergs Untersuchung des Fremdworts in der deutschen Sprache auseinander. Der Potsdamer Linguist Eisenberg, der einst wie der Rezensent die Kommission zur Rechtschreibreform unter Protest verlassen hat, nimmt darin den Gebrauch und die Herkunft von Fremdwörtern unter die Lupe, ausgehend von der ,wie der Rezensent betont, nur "scheinbar trivialen" Feststellung, dass Fremdwörter zur deutschen Sprache gehören. Der Autor zeigt darin sehr überzeugend, dass das Deutsche von je her eine "Nehmersprache" war, die dem Lateinischen und Griechischen, Französischen, Italienischen oder Englischen Wörter entlehnt haben. Eisenberg rekapituliert die Diskussionen um die "Reinheit" des Deutschen vom Barock bis in die Gegenwart, stellt eingehend das Fremde an den Fremdwörtern dar, um ihre Transformation im Deutschen zu untersuchen, erklärt Munske. Dabei weist er besonders darauf hin, dass rund ein Drittel der Fremdwörter im Deutschen tatsächlich Neubildungen sind, wie etwa "Handy" oder "Optimist".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.11.2011

Mitgliedern des Vereins zur Bekämpfung von Fremdwörtern begegnet Hans-Herbert Räkel neuerdings gelassener. Seit er Peter Eisenbergs lehrreiche, wissenschaftliche wie persönliche, begriffliche und historische Einlassung zum Fremdwortdiskurs gelesen hat, die er sofort jeder textorientierten Institution weiterempfiehlt. Der Autor macht es ihm leicht, en passant zu lernen, mittels Bibliografie und Register zu vertiefen, was er unterwegs aufpickt "wie Rosinen": Nylon, Heroin, mauscheln, Hängematte. Würze gibt laut Räkel des Autors Meinungsfreude und momentweise Bissigkeit, etwa gegen die meinungsmachenden Fremdwortbenutzer und -beschmutzer. Und was hat er also davon? Gelassenheit, ja, und mit etwas Geduld dann auch ein freieres Verhältnis zu unseren sprachlichen Möglichkeiten. Da staunt Räkel, was nicht alles geht, und es schmeichelt ihr sogar, der Sprache.

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