Von Christoph Schmidt, Klaus Zimmermann, Michael Fertig und Jochen Kluve. Angesichts einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit setzt Deutschland beträchtliche finanzielle Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik ein. Dies kontrastiert mit einem geringen Stand an überprüfbaren Wissen über die Wirksamkeit und die Kosteneffizienz der einzelnen Maßnahmen. Die Defizite lassen sich durch den begrenzten Datenzugang der akademischen Forschung wie durch unzureichende methodische Konzeptionen bei der Programmevaluation erklären. Stärkere Anstrengungen für eine fundierte wissenschaftliche Evaluierung sind deshalb zwingend erforderlich. Deshalb analysiert dieses Buch die vorliegenden internationalen Erfahrungen mit aktiver Arbeitsmarktpolitik, die auf einem erheblich besseren Forschungsstand beruhen. Daraus werden Handlungsempfehlungen für die deutsche Arbeitsmarktpolitik abgeleitet und ein Aktionsplan für eine effektivere und effizientere neue Arbeitsmarktpolitik entwickelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2001
Andreas Gehlhaar hat an dieser Studie allerhand auszusetzen: Zum einen diagnostiziert er einige "handwerkliche Fehler", denn die Zahlen zum Mittelvolumen, von denen hier ausgegangen werde, seien schlicht falsch. Zum anderen findet er die Zahlen teilweise auch veraltet und neuere Entwicklungen würden hier nicht berücksichtigt. Das größte Manko jedoch liegt nach Gehlhaar in der "Auswahl der untersuchten Arbeitsmarktmodelle". Denn die amerikanischen Zustände können, so der Rezensent, nicht ohne weiteres auf Deutschland übertragen werden. Die "Erfahrungen der europäischen Nachbarn" würden außerdem zu knapp abgehandelt. Dennoch lohnt die Lektüre der Studie, findet Gehlhaar. Die Autoren hätten keine Scheu gezeigt, "Salz in die offenen Wunden zu streuen und der Politik detaillierte Handlungsanweisungen zu geben", findet Gehlhaar - etwa, was Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen betrifft oder das Fehlen einer "wissenschaftlichen Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik".
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