Klimawandel, Artensterben, Energie- und Rohstoffmangel sind globale Herausforderungen, die unmittelbar mit unserer Wirtschaftsweise verbunden sind. Sie betreffen unser Dasein im Kern und gefährden die Möglichkeiten, heute und in Zukunft, als Gesellschaft und individuell, ein gutes Leben zu führen. Der Raum der Fragen, für die wir Antworten benötigen, erscheint grenzenlos und das Finden des "richtigen" Pfades für den globalen Wandel zunehmend utopisch. Wie behalten wir angesichts hochkomplexer Zusammenhänge und Wechselwirkungen den Überblick? Wie können wir Wesentliches vom Unwesentlichen unterscheiden? Welche grundlegenden Beziehungen in der Natur müssen wir in Rechnung stellen? Welche Wirtschaftsweise ist angemessen? Was ist gerecht? Und unter welchen Bedingungen sind Menschen veränderungsbereit? Dieses Buch bietet Orientierung. Es behandelt Konzepte aus den Natur-, den Wirtschaftswissenschaften und der Philosophie - u.a. Zeit, Thermodynamik, Knappheit, Verantwortung und Gerechtigkeit - die aus verschiedenen Blickwinkeln ein Verständnis der anstehenden Transformation zur Nachhaltigkeit ermöglichen. Idealerweise dienen sie als Leitlinien für wirksame Entscheidungen und zeigen auf, wie trotz immenser Herausforderungen Wandel möglich wird. Das Buch richtet sich an alle, die am Wandel in Richtung Nachhaltigkeit mitwirken wollen - sei es in Politik, Wirtschaft, Verwaltung oder Zivilgesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.03.2024
Nicht unbedingt einsteigerfreundlich ist dieses recht akademische Buch geraten, meint Rezensent Fred Luks. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit wichtigen Erkenntnissen darüber belohnt, welche Herausforderungen die Versuche mit sich bringen, die Wirtschaft umweltfreundlicher zu gestalten. Mit ein paar Oberflächenkorrekturen ist es jedenfalls nicht getan, lernt Luks. Der Band behandelt, fasst er zusammen, philosophische Fragen ebenso wie naturwissenschaftliche, erläutert Begriffe wie "Kuppelproduktion" und widmet sich auch weniger geläufigen Aspekten der Diskussion um Nachhaltigkeit, lediglich die Erörterung sozialer Fragen kommt etwas zu kurz. Lukas rechnet das Buch der Tradition der Ökologischen Ökonomie zu, die Wert darauf legt, dass Wirtschaft stets auf Materie bezogen ist, weshalb rein zahlenbasierte Modelle, etwa der neoklassischen Tradition, zu kurz greifen. Es geht also, zeigt das Buch, auch darum, die Grenzen unseres Wissens mitzubedenken, schließt ein mit diesem Fazit einverstandener Rezensent.
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