Edvard Grieg ist bis heute der berühmteste Komponist Norwegens. Seine Werke stellen neben denen des Malers Edvard Munch und des Dichters Henrik Ibsen eine der drei kulturellen Säulen dieses Landes am Rande Europas mit internationaler Ausstrahlung dar. Grieg hat Norwegen gewissermaßen auf die "musikalische Weltkarte" gesetzt. Seine Peer-Gynt-Musik gehört zum musikalischen Allgemeingut und sein a-Moll-Konzert ist eines der weltweit meistgespielten Klavierkonzerte. Auf unverwechselbare Weise fügt Grieg in seinen Werken mitteleuropäische Musiktradition mit norwegischen Klängen zu einer ganz eigenen spätromantischen Tonsprache zusammen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.11.2018
Helmut Mauro findet das Kunststück, es allen recht zu machen, im Hinblick auf Patrick Dinslages Monografie zu Edvard Grieg durchaus gelungen. Die Einzeldarstellung mit Abbildungen, Chronologien und Register genügt laut Mauro wissenschaftlichen Ansprüchen wie Anekdotenwünschen gleichermaßen und deckt das ganze Spektrum der Werkbetrachtung ab. Ob es nun erkenntnisleitend ist, Griegs penible Haushaltsbuchführung wiederzugeben, möchte der Rezensent dahingestellt sein lassen, und die im musikwissenschaftlichen Seminarstil gehaltenen Werkbeschreibungen erscheinen ihm etwas spröde. Als kleines Standardwerk auf der Höhe der Forschung aber überzeugt ihn der Band dennoch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2018
Rezensent Jan Brachmann lernt Edvard Grieg als großzügigen Menschen kennen in Patrick Dinslages Monografie. Doch neben den biografischen Kapiteln im Band sind es vor allem Dinslages Forschungswissen und sein auf frühere Ressentiments gegen den Autor wenig Rücksicht nehmender Wille, Griegs stilistische Prägnanz und sein kontrapunktisches Denken analytisch herauszuarbeiten, die Brachmann überzeugen. Warum Grieg so unverwechselbar ist, kann der Autor dem Rezensent aber leider nicht beantworten.
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