Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2005
Kaum etwas zu wünschen übrig ließ Wolfgang Burdes Biografie des Kompnisten Aribert Reimann bei Rezensentin Ellen Koohlhaas. Dessen gewandte Sprache setze einen "professionell vorgebildeten Leser" voraus, doch den hat Burdes offensichtlich in der Rezensentin gefunden. In den höchsten Tönen schwärmt sie von den Werken und der Arbeitsweise des Berliner Komponisten und scheint sich mit den immer wieder innovativen und erfinderischen Ansätzen, mit denen Reimann sich einer neuen Komposition nähert, auch gut auszukennen. Ebenso viel Lob hat sie aber auch für Burde übrig, dem es von Zeit zu Zeit sogar gelinge, Laien die Komplexität Reimanns Werkes nahe zu bringen. Erfreut zeigt Koohlhaas sich auch über die "gewissenhafte" Einfühlsamkeit, die Burde beim Besprechen der Werke zu Tage legt. Kleinere "Unstimmigkeiten" verrieten der Rezensentin allerdings, dass das Buch ursprünglich bereits vor fünf Jahren erscheinen sollte. Nichtsdestotrotz resümiert Koohlhaas beglückt: "Das bisher umfassendste und eindringlichste Nachschlagekompendium."
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