Aus dem Spanischen von Andreas Löhrer. Paco Ignacio Taibo II beschreibt den längsten Widerstand einer indigenen Guerilla in der Geschichte Mexikos und erinnert an einen vergessenen Genozid. Seine engagierte Recherche löste in Mexiko eine Historikerdebatte über die verschwiegenen Grundlagen der modernen mexikanischen Geschichte aus.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2017
Paco Ignacio Taibo II ruft Josef Oehrlein den Völkermord an den Yaqui in Mexiko in Erinnerung. Wie der Historiker, Journalist und Aktivist hier faktenreich eine spannende wie tragische Geschichte von Verfolgung und Ausrottung erzählt, hat den Rezensenten gefangen genommen. Bedauerlich findet Oehrlein, dass er von Taibo nur wenig über die Lebensbedingungen der Indiogemeinschaft an der Grenze zu Arizona erfährt. Den schrittweisen Prozess der Versklavung und Vernichtung vermag der Autor ihm allerdings anhand dieser kleinen Volksgruppe exemplarisch darzustellen. Zeitgenössische Quellen nutzend schreibt Taibo einen nüchternen, gleichwohl berührenden Stil, meint der Rezensent.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…