Aus dem Ungarischen von György Buda und Geza Dereky. Tolnais Erzählungen umkreisen das Phänomen der Wahrnehmung: Minutiös spürt er dabei dem untergründigen Kapillarsystem der Sprache nach, das unsere verschiedenen Wahrnehmungen, Erinnerungen, Träume, Erlebtes, Gesehenes und Fiktives verbindet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.07.2002
Ilma Rakusa meint, dass es nicht zuletzt an Tolnais "schwer übersetzbarer Diktion" liegt, dass der in Ungarn sehr bekannte Schriftsteller erst jetzt mit diesem Erzählungen auf Deutsch zu lesen ist. Sie preist die "Nachdichtung" der beiden Übersetzer und ist überhaupt von den 4 Erzählungen hingerissen, deren drastische "Anti-Idyllen" sie an Herta Müller erinnern. Die Rezensentin lobt die Authentizität der Geschichten, wobei sie betont, dass die Schilderungen bei allem alltäglichen Schrecken, deren "Archaik ans Gewalttätige grenzt", einen "Rest Poesie" nicht verbergen können.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…