Aus dem Englischen von Caroline Einhäupl. Anfang des 19. Jahrhunderts stolpert ein junger ungarischer Student während seines Studiums in Göttingen über die Theorie, die Ungarn stammten von einem Hiung-nu genannten Volk im Himalaya ab, über das in einem buddhistischen Kloster in der verbotenen Stadt Lhasa Aufzeichnungen existierten. Er setzt sich in den Kopf, diese Aufzeichnungen zu finden, lernt 16 Sprachen - einschließlich des Tibetischen - und begibt sich 1818 zu Fuß auf eine Reise, von der er nie zurückkehren wird. In seiner fesselnd erzählten Geschichte nimmt Edward Fox uns mit auf die strapaziöse und abenteuerliche Reise des Alexander Csoma de Kirös zum Dach der Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2006
Ein bisschen liest sich diese literarische Biografie Alexander Csomas von Edward Fox wie eine Heiligenvita, meint Tilman Spreckelsen, den das fleißige und asketische Leben des ungarischen Sprachforschers durchaus fasziniert. Csoma, der im frühen 19. Jahrhundert nach den Ursprüngen der Ungarn in Zentralasien suchte, erstellte das erste tibetisch-englische Wörterbuch und wurde später Buddhist, teilt der Rezensent mit, dem diese Lebensgeschichte allerdings etwas zu "blumig geraten" ist. Auch die Übersetzung könnte seiner Meinung nach "flüssiger" sein und bei mancher störenden "Wortwiederholung" weiß der Rezensent nicht, ob sie der Autor oder die Übersetzerin zu verantworten hat. Diese Mängel können aber der "Faszination", die von dieser Forscherpersönlichkeit ausgeht, keinen Abbruch tun, versichert Spreckelsen interessiert.
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