Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2003
Karl-Markus Gauß beschreibt das lyrische Ich, das sich in diesen Gedichten des rumänischen Autors Daniel Banulescu Gehör verschafft, als "Berserker", dessen "kraftmeierischer Ton" und häufig "sexualisierte" Sicht auf die Welt nicht dazu verleiten soll, es mit dem Autor selbst zu verwechseln. Gauß hat in dieser zum ersten Mal auch auf deutsch erscheinenden Gedichtsammlung, die hauptsächlich dem Band "Die Republik Banulescu" entnommen ist, Schlichtes, Rotziges, Irritierendes und Elegantes gefunden, aber vor allem betont er, dass diese "fragwürdigen Verse" ihre "Wirkung nicht verfehlen", weil sich das Ich hier unter Verletzung gesellschaftlicher wie poetischer Regeln verzweifelt zu entwerfen sucht. Der Rezensent spricht Banulescu dabei allerdings ein "schönes Talent" zu, seine poetische Kraftmeierei mitunter durch "Selbstironie" aufzuheben. Im zweiten Teil der Gedichte, in dem er die versunkene Welt seiner Kindheit beschwört, zeigt sich der Lyriker zudem häufiger erheblich "zarter", streicht der Rezensent heraus. Den Übersetzer Ernest Wichner lobt Gauß am Ende seiner Kritik nachdrücklich dafür, die Gedichte Banulescus sehr gelungen ins Deutsche "nachgedichtet" zu haben.
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