Olav H. Hauge (1908-1994) gilt heute unbestritten als einer der bedeutendsten norwegischen Dichter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dieser Band versammelt Tagebucheinträge. Das Tagebuch, posthum erschienen, das der Dichter siebzig Jahre lang führte, könnte man das Tagebuch eines eifrigen Lesers nennen. Es umfaßt in 5 Bänden mehr als 4.000 Seiten und wird von manchen Kritikern - obwohl Hauge nicht an eine Veröffentlichung dachte - als sein Hauptwerk betrachtet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.08.2015
Rezesent Aldo Keel freut sich sehr darüber, dass eine Auswahl der umfangreichen Tagebücher des verschrobenen Lyrikers Olav H. Hauge aus dem Norwegischen ins Deutsche übersetzt wurde. Darin lernt der Kritiker einen äußerst selbstkritischen Dichter, notorischen Schweiger und begierigen Leser kennen, der seine psychischen Krankheiten, die ihm einige Jahre Zwangshospitalisierung einbrachten, als "anderen Zugang zur Welt" einschätzt - seine Dichtung stellte ihm hierbei das Mittel zur Rückeroberung der Welt zur Verfügung, erklärt Keel.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…