Mit einem Geleitwort von Shimon Peres. Detailliert schildert der Autor den schwierigen Weg der allmählichen Annäherung zwischen Deutschland und Israel in den beiden Nachkriegsjahrzehnten. Analysiert werden die Motive der Akteure im komplexen Geflecht von Moral und Realpolitik und ihre begrenzten Handlungsspielräume aufgrund der außenpolitischen Rahmenbedingungen. Die Aufnahme offizieller Kontakte zu Deutschen wurde von den Überlebenden des Holocaust wie von fast allen Juden in Israel und USA entschieden abgelehnt. Es war vor allem das Verdienst der beiden Regierungschefs, David Ben Gurion und Konrad Adenauer, dass das "Wiedergutmachungsabkommen" von 1952 trotz vielfältiger Bedenken zustande kam. Es war die Grundlage für weitere Verhandlungen über Wirtschaftshilfe, Rüstungszusammenarbeit und den schließlich 1965 erfolgten Botschafteraustausch.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.09.2003
Absolut überzeugt ist Werner Bührer von Niels Hansens Dokumentation über die deutsch-israelischen Beziehungen von 1949 bis 1996. Schon allein die Auseinandersetzung des Autors mit diesem nicht einfachen Sujet sei "anerkennenswert". Hansen, der von 1952 bis 1989 als Mitarbeiter im Auswärtigen Amt tätig war, habe es durch sein "profundes Wissen" und eine Reihe von guten Quellen geschafft, eine "monumentale Gesamtdarstellung" dieser schwierigen Phase des deutsch-israelischen Verhältnisses vorzulegen. "Minutiös" und "anschaulich beschrieben" findet der Rezensent denn auch die Ausführungen über die Entwicklung der zu damaliger Zeit "hochgradig belasteten" Beziehungen zwischen Israel und Deutschland. Und so empfiehlt er Hansens Werk all denjenigen, die "verlässliche Informationen" zu diesem Thema suchen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.06.2002
"Sachlich, differenziert und klug", begeistert sich - genauso sachlich -Daniel Koerfer für Niels Hansens Schilderung des Wandelungsprozesses im deutsch-israelischen Verhältnis nach dem Zweiten Weltkrieg. Kurz wird Hansen vorgestellt: er war seit 1952 im Auswärtigen Dienst und in den achtziger Jahren als Botschafter in Israel tätig. Was er hier schreibt, so Koerfer, seien keine Memoiren, auch wenn persönliche Erfahrungen durchaus zur Sprache kämen. Das Besondere an Hansens Darstellung, so Koerfer, ist der "rasche Perspektivwechsel", in dem sich israelische und deutsche Perspektive gegenüberstehen und beleuchten. Den scheinbar unüberbrückbaren Abgrund habe zweierlei dann doch überbrücken können: der "Druck der äußeren Umstände" und "die Kraft der Führungspersönlichkeiten" Adenauer und Ben Gurion. Gerade deren Bedeutung sei in Hansens Augen beträchtlich. Zu Recht, meint der Rezensent. Koerfer folgt Hansen und zeichnet den Weg nach vom deutsch-israelischen Geheimtreffen im Dezember 1951 bis zum Luxemburger Abkommen im September 1952, sowie die darauf folgende schrittweise Entspannung, die aus der streng geheimen deutsch-israelischen Rüstungs- und Geheimdienstkooperation gewachsen war. Als dies aufflog, kam es zu "heftigen Turbulenzen", so Koerfer, doch da unternahm Ludwig Erhard den entscheidenden Schritt: die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…