Die Bilanz der amerikanischen Politik im Nahostfriedensprozess unter George W. Bush scheint nicht zuletzt wegen des Irakkriegs deutlich negativer auszufallen als die seines Vorgängers Bill Clinton. Aber gab es tatsächlich so gravierende Unterschiede? Die Analyse der innen- wie außenpolitischen Rahmenbedingungen der amerikanischen Nahostpolitik wird unter anderem durch die Untersuchung der israelischen und palästinensischen Positionen zu einem Gesamtbild des amerikanischen Handlungsspielraums zusammengeführt. Die Studie zeigt Kontinuitäten und Unterschiede in der Politik der beiden Präsidentschaften auf und ermöglicht so eine differenzierte Darstellung der amerikanischen Rolle im Nahostfriedensprozess.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2011
Politologe Christian Hacke äußert sich anerkennend über Mike Lukaschs vergleichende Studie zur Nahost-Politik von Bill Clinton und Georg W. Bush. Lobenswert auf Objektivität bedacht und mit Sachverstand sieht der Rezensent hier die Gründe für die gescheiterten Bemühungen, im Konflikt zwischen Palästina und Israel zu vermitteln, geschildert und zeigt sich auch von der kritischen Distanz des Autors angetan. Offensichtlich teilt er die Einschätzung Lukaschs, dass es vor allem die mangelnde Neutralität war, die die Vermittlungsversuche sowohl Clintons als auch Bushs scheitern ließen, wenn er sich auch eine nähere Untersuchung der Rolle der gern zitierten "Israel-Lobby" in den USA gewünscht hätte, die er für einflussreicher als der Autor. Stilistisch wurde Hacke die Lektüre anscheinend nicht immer leicht gemacht, dennoch zeigt er sich mit dem Erkenntniswert und vor allem der "Objektivität" der Darstellung insgesamt sehr zufrieden.
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