Nana Kwame Adjei-Brenyah

Friday Black

Storys
Cover: Friday Black
Penguin Verlag, München 2020
ISBN 9783328601296
Gebunden, 240 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Thomas Gunkel. Nana Kwame Adjei-Brenyah erzählt in zwölf verstörenden Storys von Liebe und Leidenschaft in Zeiten von Gewalt, Rassismus und ungezügeltem Konsum. Wie fühlt es sich an, im heutigen Amerika jung und schwarz zu sein? Welche Spuren hinterlässt alltägliche Ungerechtigkeit? In einer unkonventionellen Mischung aus hartem Realismus, dystopischer Fantasie und greller Komik findet der US-Amerikaner eine neue Sprache für die brennenden Themen unserer Zeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.05.2020

Dieser Erzählband von Nana Kwame Adjei-Brenyha, in den USA bereits 2018 und nun auch auf Deutsch erschienen, gerät überwiegend leider etwas plakativ, meint Rezensentin Hanna Engelmeier. Die Geschichten erzählen stilisiert von Rassismus in den USA, und das laut Rezensentin in den zwei Genres der Dystopie und der konsumkritischen Groteske. Dass eine Verschränkung von Horror und Komik zwar durchaus funktionieren könne, sieht die Rezensentin an Jordan Peeles Film "Get Out"; aber Adjei-Brenyahs Erzählungen gehen hingegen selten über plakative Grundideen hinaus, so Engelmeier, was sie vor allem der deutschen Übersetzung anlastet. Zwar erkennt sie die Übertragung des speziellen Englisch, das wie im Rap auch gleichzeitig eine Haltung ausdrücke, als enorme Herausforderung an, aber Übersetzungen wie "Scheibenkleister" kann sie dann doch nur schwer durchgehen lassen. Bis auf ein paar Ausnahmen lautet das Urteil der Rezensentin demnach: "ausbaufähig".
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