Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Wulf Bergner, Jürgen Bürger, Karl-Heinz Ebnet,Gisbert Haefs, Marcus Ingendaay, Bernhard Kleinschmidt, Kristof Kurz,Gunnar Kwisinski, Friedrich Sommersberg und Sven-Eric Wehmeyer. Nach einer außerweltlichen Begegnung in den Wäldern von Maine machen zwei Freunde urplötzlich große Karriere; ihr Geheimnis nehmen sie mit in den Tod. Danny träumt von einer Leiche, die er dann tatsächlich findet; in den Augen der Polizei kann nur er der Mörder sein. Vic macht Ferien in Florida, wo er eine verschrobene alte Frau kennenlernt; eine Bekanntschaft, die in einem Horrorstrudel endet. Das sind nur drei von zwölf neuen Storys, die Stephen King in Ihr wollt es dunkler versammelt - viele Genres umspannende Geschichten über das gegenwärtige Amerika, über finstere Mächte und existenzielle Fragen.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 08.06.2024
"So spielfreudig und variationsreich wie seit langem nicht mehr" erlebt Rezensent Christoph Schröder Stephen King in dessen jüngstem Erzählband, dem er eine ausführliche Besprechung widmet: Zwölf Geschichten sind auf über 700 Seiten vereint, sie greifen vielfach Themen, Motive, Personen und Orte auf, die man schon aus Kings Werk kennt. Dazu zählen, wie Schröder erläutert, die Kleinstadt Castle Rock, aber auch Vic Trenton, der Ehemann der Protagonistin aus "Cujo", der nach mehrfachen Verlusterfahrungen einen Neuanfang in Florida versucht, auch hier spielt die für den Autor so typische "belebte Dingwelt" eine Rolle, diesmal in Form eines Kinderwagens. Den Titel hat er Leonard Cohens letztem Album entnommen, erfahren wir noch, doch Kings Alterswerk hat für den Rezensenten nichts endgültiges, sondern strahlt besonders hell.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.06.2024
Stephen Kings neuer Erzählband versammelt zwölf Erzählungen, von denen fünf bislang unveröffentlicht sind. Darin tauchen dem Rezensenten Fritz Göttler zufolge kleine Industriestädte, Diners und Blaubeermuffins auf: eine Chronik Amerikas, zu der Kings Werk sich seit Jahrzehnten verdichtet habe. Aber auch das Altern und damit verbundene Krankheiten spielen immer wieder eine Rolle: So wenn Victor Trenton, der King-Lesern aus "Cujo" bekannt ist, auf der Insel "Rattlesnake Key" seine verlustreiche Vergangenheit Revue passieren lässt. In dem Text "Klapperschlangen" zum Beispiel, so der Rezensent, sterben aber auch die Jungen: vierjährige Zwillinge, deren Verlust die Mutter nicht verkraftet; ebenso in der Erzählung "Danny Coughlins böser Traum", in der ein junger Mann, der in einem Trailer lebt, in einen Mordfall verwickelt wird. Es ist eine "Welt ohne Gott", urteilt Göttler, in die Stephen Kings neuer Erzählungsband seine Leser:innen gekonnt wie immer entführt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.06.2024
An eines von Leonard Cohens letzten Liedern fühlt sich Rezensent Jan Wiele bei Stephen Kings neuem Erzählungsband erinnert, dessen Titel fast "wie eine Leseransprache" funktioniert; sie wollen Horror, sie bekommen ihn. Die Geschichten drehen sich beispielsweise um einen Vietnamveteranen, der an pseudowissenschaftlichen Experimenten mitarbeitet, die immer groteskere Folgen nach sich ziehen, vielleicht ist es aber auch der Erzähler selbst, der verrückt wird, freut sich Wiele über diese typischen Spielchen von King. Nicht alle Übersetzungen der insgesamt zehn verschiedenen Übersetzer sind gelungen, aber auch in Kings Ideen selbst verbirgt sich manches Amerika-Klischee, räumt der Kritiker ein, der sich dennoch gerne in Kings Horrorkabinett mit Anleihen an C.G. Jung, H.P. Lovecraft und Cormac McCarthy bewegt.
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