Was macht eine gute Beziehung aus? Was ist Liebe - und was nicht? John Burnside erzählt Geschichten über Eheleute, die alles andere als ideale Paare sind. Untreu, einsam oder krank, begegnet man seinen Heldinnen und Helden bevorzugt nachts auf leeren Straßen. Von so etwas wie Glück können sie nur träumen, ihre Gefühle bleiben meist sprachlos. Und doch könnten sie unsere Nachbarn sein. Mit dem vorliegenden Band lässt Burnside sich nun erstmals in deutscher Sprache auch als Autor von 12 Kurzgeschichten kennenlernen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.11.2022
Rezensentin Juliane Liebert empfiehlt John Burnsides Geschichten allen Lesern mit Ängsten. An Burnsides poetischer Melodik und ruhiger, musikalischer Rollenprosa dürfen sie sich laben, verspricht die Rezensentin. Dass uns immer Schönheit begegnen kann, noch im Schneesturm oder beim Anblick schmelzender Polkappen, ist eine Lehre, die Liebert aus der Lektüre mitnimmt. Darüber hinaus bieten die Erzählungen vom (knapp verpassten) Beziehungsglück laut Liebert stilistische Eleganz und eine bemerkenswerte "literarische Widerständigkeit".
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 13.10.2022
Gewalt, Nachdenklichkeit und Detailliertheit machen die besondere Atmosphäre von John Burnsides erstem Erzählungsband für den Kritiker Wolfgang Schneider aus. So ergeben sich vom Mainstream abweichende Liebesgeschichten, die eher mit der Lupe auf Einzelheiten schauen, statt das große Ganze in den Blick zu nehmen, erklärt er. Glück ist momenthaft, liest er bei Burnside heraus und überträgt das auch auf dessen Erzählstil. "Psychologisch nuanciert, nennt Schneider das und zeigt sich überzeugt, auch von Bernhard Robbens Übersetzung, die es schafft, diese poetische Kraft ins Deutsche zu übertragen. Der Rezensent würde diesen Band sogar den Romanen des Autors vorziehen.
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