Der Erste Weltkrieg war auch ein Krieg um Kolonien. Ostafrika gehörte zu den am längsten umkämpften Schlachtfeldern. Die Mehrzahl der Kriegsbeteiligten waren, neben den Europäern, Afrikaner und Inder. Ohne die Hunderttausende afrikanischer Arbeiter und Träger hätte der Krieg von keiner Seite geführt werden können. Michael Pesek schildert das Los der afrikanischen Soldaten und das Leben der Zivilbevölkerung, wo Zwangsarbeit und Kriegsverbrechen alsbald Teil des Systems waren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.2011
Die stilistische Struppigkeit missfällt Hans Jochen Pretsch an Michael Peseks Studie "Das Ende des Kolonialreichs", die er ansonsten sehr interessant findet und für ihre detailreiche Darstellung ausdrücklich lobt. Heldensagen aus dem Dschungel Ostafrikas prägten in der Weimarer Republik die Erinnerungen an die Kolonialgeschichte, so Peseks These, die er selbst als "Entstehung eines heroischen Narrativs" bezeichnet, in der sich die "Krise des europäischen Subjekts" auf den Schlachtfeldern der Kolonialkriege spiegele. Eine interessante These, die Pesek gut ausgearbeitet hat, findet Pretsch. Eine "straffere Lektorierung" hätte er sich allerdings gewünscht.
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