Das Drama unserer Gegenwart hat einen Namen: Externalisierung. Die meisten Menschen in den Industrienationen leben über ihre Verhältnisse. Umweltlasten und Sozialkosten werden "externalisiert", verschoben - an die Armen im reichen Norden, an die Ärmsten im Süden sowieso. Der Wohlfahrtsstaat - angetreten soziale Konflikte durch sozialpolitische Maßnahmen zu mildern - entwickelte sich zum Helfer dieser Entwicklung: Klimavergehen werden mit Arbeitsplätzen und Rentenzahlungen gerechtfertigt.
Mit diesem Buch wird erstmals ein Konzept vorgelegt, um den Wohlfahrtsstaat vom Kopf auf die Füße zu stellen: Seine Binnenlogik wird auf Soziale Nachhaltigkeit umgestellt. Ziel ist eine neue Internalisierungsgesellschaft, die mit dem auskommt, was sie hat. Die Idee des Grundeinkommens spielt dabei eine wichtige Rolle.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.09.2017
Viel Stoff zum Nachdenken bekommt Felix Ekardt mit dem Buch des Soziologen Michael Opielka. Auch wenn der Autor für den Rezensenten oft zu vage bleibt bei der Ausführung zu Werten und Zielen nachhaltigen Wirtschaftens und mögliche Ziele höchstens anreißt, kann Ekardt doch einige zündende Statements und richtige Diagnosen zum Thema entdecken. Ein echtes Konzept steckt aber nicht dahinter, findet Ekardt.
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