Herausgegeben von Ursula Harter und Stephan von Wiese. Mit 136 Abbildungen. Jsrael Ber Neumann war von 1912 bis 1932 Max Beckmanns händlerischer Kompagnon. Der Künstler verstand ihn als Urmanager. 1923 nach New York emigriert, legte Neumann den Grundstein für Beckmanns Erfolg in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg. Er nahm in seiner der Avantgarde gewidmeten Berliner Galerie am Kurfürstendamm zunächst Grafik und Zeichnungen, ab 1920, beeindruckt vom "Selbstporträt im roten Schal" (1917), auch Beckmanns malerisches Werk in sein Programm auf. Durch seine Hände gingen Hauptwerke des Malers wie "Die Nacht", "Italienische Fantasie", "Eiserner Steg", "Der Traum", "Fastnacht".Die Publikation umfasst den gesamten, bisher nur bruchstückhaft veröffentlichten Briefwechsel sowie das Beckmann gewidmete Kapitel "Sorrow and Champagne" aus Jsrael Ber Neumanns unveröffentlichter Autobiografie "Confession of an Art Dealer" (1959). Im Zentrum der Publikation stehen unveröffentlichte Briefe, die Neumann zusammengestellt hatte und die er 1961 zusammen mit dem Beckmann-Kapitel veröffentlichen wollte. Mit der Publikation wird die historische Bedeutung von J.B. Neumann, des zwischen den Kontinenten agierenden Kunsthändlers und Kunstvermittlers, erstmals gewürdigt. Sie ist auch ein Beitrag zu einem markanten Kapitel der Geschichte des Kunsthandels der Moderne und leitet eine Revision der Kunstgeschichtsschreibung ein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2013
Rezensentin Brita Sachs weiß diese Edition der Korrespondenz zwischen Max Beckmann und J. B. Neumann, die Ursula Harter und Stephan von Wiese vorgelegt haben, sehr zu schätzen. Neben dem umfangreichen Briefwechsel zwischen dem Künstler und dem Kunsthändler umfasst der Band zu ihrer Freude auch weitere erstmals veröffentliche Dokumente, darunter ein Kapitel aus Neumanns Lebenserinnerungen. Die Korrespondenz ermöglicht in ihren Augen einen erhellenden Einblick in das nicht immer einfache Verhältnis der beiden recht unterschiedlichen Charaktere und dokumentiert zugleich ein spannendes Kapitel Kunsthandelsgeschichte. Sie bedenkt die Arbeit der Herausgeber mit viel Anerkennung. Besonders lobt sie die Sorgfalt der Edition und den exzellenten Kommentar- und Anmerkungsapparat, der neben Hintergrundinformationen auch Forschungsergebnisse biete.
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