Margaret Mazzantini

Das schönste Wort der Welt

Roman
Cover: Das schönste Wort der Welt
DuMont Verlag, Köln 2011
ISBN 9783832195366
Gebunden, 702 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Karin Krieger. Eines Morgens lässt die Mittfünfzigerin Gemma ihr Leben in Rom hinter sich und fliegt mit ihrem Sohn Pietro nach Sarajevo. Die Stadt ist schwer gezeichnet von vier schrecklichen Kriegsjahren. Sie werden erwartet von Gojko, der Gemma während der Olympischen Winterspiele 1984 mit der Liebe ihres Lebens bekannt gemacht hat: mit Diego, dem wilden Fotografen aus Genua. Er lebt nicht mehr, doch ein paar seiner Arbeiten werden jetzt zur Erinnerung an den Bosnienkrieg ausgestellt. Gemma wird von der Vergangenheit eingeholt. Die süße, unschuldige Zeit vor dem Krieg: zwei furchtlose junge Menschen und ihre leidenschaftliche, bedingungslose Liebe in einer unversehrten Stadt. Auf immer ist diese Liebe untrennbar an Sarajevo gebunden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2011

Niklas Bender gibt sich als Bewunderer von Margaret Mazzantinis Erzählkunst zu erkennen, weil sie die großen Gefühle zwar nicht scheut, sich im Gegenteil direkt in sie hineinstürzt, aber dennoch die Kitschfalle fast vollständig umgeht. Auch in ihrem jüngsten Roman, der den Premio Campiello verliehen bekam und bereits verfilmt wird, lässt die italienische Bestsellerautorin Gefühlen freien Lauf: sie schildert die Liebe zwischen Gemma und Diego, die sich 1984 in Sarajewo finden und 1992 durch den Krieg und durch Diegos Liebe zur Leihmutter ihres Sohnes Aska wieder getrennt werden, erfahren wir. Die Erzählkonstruktion des für den Sohn erzählten Rückblicks hat Mazzantini bereits in einem früheren Buch verwendet, aber das stört den Rezensenten nicht. Richtig beeindruckt hat die Autorin den Rezensenten mit ihren präzisen und einfühlsamen Schilderungen der kriegsgeschüttelten Stadt im zweiten Teil ihres Romans. Und wenn am Schluss die Zukunft hoffnungsfroh auf den Trümmern der Vergangenheit aufzusteigen scheint, dann ist dass vielleicht doch etwas kitschig, aber für Bender an dieser Stelle trotzdem akzeptabel.
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