Vidosav Stevanovic

Mit offenen Augen

Roman
Residenz Verlag, Salzburg 2000
ISBN 9783701711994
Gebunden, 175 Seiten, 19,94 EUR

Klappentext

Es ist Krieg. Die Stadt, in die uns dieses Buch zwingt, hat keinen Namen, denn der Krieg ist überall. Zehn Figuren werden uns dort vorgeführt, zehn Monologe, die an uns vorüberziehen wie ein mittelalterlicher Totentanz.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.05.2000

Stevanovic gelingt es, ?am Rande des Sagbaren einen Ton zu treffen, der gerade noch auszuhalten ist?, schreibt ein offensichtlich tief beeindruckter Carsten Hueck über diese Szenen vom Kosovokrieg. Obwohl nur fragmentarisch, blieben sie viel besser im Gedächtnis, als die Kriegsbilder aus dem Fernsehen: Der Autor zeichne eine Welt, in der es nur ?Zielende und Zielscheiben? gibt, wobei jeder beides sein kann. Es ist vor allem dieser Kreis, der keine Entwicklung mehr erlaubt, der für Hueck zeigt, ?wie Menschen den Krieg in sich tragen?. Hueck lobt auch den ?scheinbar emotionslosen? Ton, mit dem der Autor schreckliche Szenen beschreibe und Menschen, die ?jenseits von Tränen und Trost? leben.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2000

In einer Kurzkritik gibt der Rezensent mit dem Kürzel "kmg." im Grunde nur einen Hinweis auf diesen neuen Roman des serbischen Autors, der 1991 nach Paris emigrierte. Der Autor halte hier Kriegsszenen in einem nicht näher bezeichneten Krieg fest, in dem man aber nach den Schilderungen des Rezensenten unschwer den Bosnienkrieg und den Kampf um Sarajewo wiedererkennt. "Gespenstisch" sei das Porträt, das Stevanovic von einem Heckenschützen gebe, der in seinem Unterschlupf "gottgleich" über den Schussbereich seines Gewehrs herrsche.
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